Apple bereit, iPhones die Nutzung von Drittanbieter-App-Stores zu ermöglichen

Es gibt viele Unterschiede zwischen Android-Handys und iPhones, aber ein auffälliger Unterschied ist, dass das Apple-Handheld die Nutzer in sein App Store-Ökosystem zwingt. Aufgrund neuer EU-Gesetze wird sich dies bald ändern, da Apple Änderungen vornimmt, die es ermöglichen, Drittanbieter-App-Stores auf iPhones und iPads zuzulassen, was die großen App-Provisionen des Unternehmens schädigen wird.
Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Apps im Google Play Store nach einer Überarbeitung der Datenschutzrichtlinie weniger sicher gemacht wurden.
Apples Pläne für Drittanbieter-App-Stores
Es wurde berichtet, dass Mitarbeiter aus Apples Software-Engineering- und Dienstleistungsabteilung daran arbeiten, die Apple-Plattform offener zu gestalten. Dies würde dazu führen, dass iPhone- und iPad-Nutzer Drittanbietersoftware herunterladen dürfen, die nicht über den App Store gehen muss.
Apple hat sich in diesem Punkt juristisch gewehrt und berühmt gegen Epic Games gekämpft und dessen Bestrebungen, das Fortnite-Geschäft nach eigenen Wünschen im App Store zu verwalten. Entwickler und Regulierungsbehörden haben seit langem Beschwerden, dass Apple – und sogar Google – zu viel Macht darüber haben, wie sie ihre App-Stores betreiben.

Berichten zufolge verwendet Apple eine große Anzahl von Ressourcen für dieses Projekt, das es zuvor als „Sideloading“ bezeichnet hat. Einige der Ingenieure, die daran arbeiten, Drittanbieter-App-Stores zuzulassen, sehen dies als Ablenkung von der Entwicklung neuer Funktionen, aber Apple würde gerne sehen, dass die Änderungen Teil von iOS 17 sind, die realistisch bis zum nächsten September bereit sein müssten.
Während Apple argumentiert hat, dass die Erlaubnis von Sideloading dazu führen würde, dass seine Nutzer unsichere Apps auf ihre iPhones und iPads herunterladen, hat das Unternehmen eine Idee zur Unterstützung. Apple erwägt, von Apps zu verlangen, dass sie Sicherheitsstandards einhalten, selbst wenn die Apps außerhalb des App Store hochgeladen werden. Sie müssten möglicherweise verifiziert werden, was es Apple ermöglichen könnte, trotzdem eine hohe Provision zu kassieren.
EU-Anforderung an Technologiefirmen
Die Europäische Union verabschiedete im September das Gesetz über digitale Märkte, das am 1. November in Kraft trat. Es verlangt von Technologieunternehmen, ihre Richtlinien zu ändern, um Drittanbieter-Apps und einfachere Änderungen der Standardeinstellungen zuzulassen. Darüber hinaus müssen Messaging-Dienste zusammenarbeiten.
Apple wird voraussichtlich erst 2024 verpflichtet sein, die Anforderungen des Gesetzes über digitale Märkte zu erfüllen. Die Vereinigten Staaten wollten ähnliche Regelungen erlassen, haben jedoch nicht die Fortschritte gemacht, die die EU erreicht hat.
Weitere mögliche Änderungen bei Apple
Während Apple Berichten zufolge daran arbeitet, Drittanbieter-App-Stores zuzulassen und mehr APIs zu öffnen, hat das Unternehmen noch keine endgültige Entscheidung getroffen, was es tun wird. Es hat auch nicht entschieden, ob Drittanbieter-Zahlungen zugelassen werden, da dies Apple von einer Provision ausschließen würde, die oft 30 % beträgt.

Darüber hinaus möchte Apple mehr Funktionen für Drittanbieter-Apps öffnen, wie z. B. kamerabetriebene Funktionen und seinen NFC-Chip. Die Wallet-App und Apple Pay sind die einzigen Funktionen, die den Chip nutzen können, aber es gab Druck auf Apple, Drittanbieter-Finanz-Apps Zugriff zu gewähren. Apple denkt auch darüber nach, das Find My-Netzwerk noch mehr für Drittanbieter-Zubehör zu öffnen, einschließlich Tile, das mit dem Apple AirTag konkurriert.
Das Unternehmen hat noch keine Entscheidung getroffen, wie es mit den Anforderungen des Gesetzes über digitale Märkte in Bezug auf Messaging umgehen wird. Bisher hat es Googles Bestehen darauf widerstanden, dieselbe Technologie, RCS, zu verwenden. Apple hat Bedenken, dass die Öffnung für andere Dienste die End-to-End-Verschlüsselung beeinträchtigen könnte.
Und darauf kommt es letztendlich an. Während einige Leute behaupten, dass Apple nur versucht, mehr Geschäfte zu machen, besteht das Unternehmen immer darauf, dass es auf die Privatsphäre seiner Nutzer achtet. Es wird an Apple liegen, auf diesem schmalen Grat zwischen der Zufriedenheit der Nutzer und dem Schutz ihrer Privatsphäre zu navigieren.
Bildnachweis: Unsplash. Alle Screenshots von Laura Tucker.