U.S. FTC verklagt Adobe wegen versteckter Gebühren und Abonnementmodell

Es ist leicht, frustriert zu sein, wenn man mit unangekündigten Gebühren konfrontiert wird oder Schwierigkeiten hat, ein Abonnement für eine App oder Dienstleistung zu kündigen, die man nicht mehr nutzt. Dies kann sogar bei großen Unternehmen passieren: die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) hat eine Klage gegen Adobe wegen versteckter Gebühren und des Abonnementmodells eingereicht.
Adobe gerät wegen Gebühren und Abonnements unter Druck
Die FTC hat rechtliche Schritte gegen den Software-Riesen Adobe eingeleitet und dem Unternehmen irreführende Praktiken in Bezug auf versteckte Gebühren und sein Abonnementmodell vorgeworfen. In der Klage wird behauptet, dass Adobe die Kunden täuschte, indem es wichtige Informationen zu bestimmten Gebühren nicht ausreichend offengelegt und sie ohne deren informierte Zustimmung in langfristige Abonnements gebunden hat.
Laut der Beschwerde der FTC hat Adobe nicht klar über die Preisstruktur seines Creative Cloud-Abonnementdienstes informiert. Die FTC wirft dem Unternehmen vor, die Kunden in die Irre geführt zu haben, indem es nicht mitteilte, dass die vorzeitige Kündigung eines Abonnements erhebliche Stornogebühren zur Folge hat. Darüber hinaus wird Adobe beschuldigt, jährliche Abonnements automatisch zu verlängern, ohne den Kunden klare und rechtzeitige Kündigungsoptionen zu bieten.

Die Klage hebt auch Adobes angebliches Versäumnis hervor, vor der Berechnung zusätzlicher Dienstleistungen oder Produkte die ordnungsgemäße Zustimmung der Verbraucher einzuholen. Die FTC behauptet, dass Adobe irreführende Praktiken angewendet hat, indem es unbefugte Gebühren auf den Konten der Kunden hinzugefügt und es ihnen erschwert hat, Abonnements zu kündigen oder Rückerstattungen zu erhalten.
Das von Adobe verwendete Abonnementmodell hat in den letzten Jahren Kritik erfahren, da viele Kunden Frustration über unerwartete Gebühren und Schwierigkeiten bei der Kündigung geäußert haben. Das Unternehmen sieht sich auch aufgrund seiner Kundenservicepraktiken, einschließlich langer Wartezeiten und unhilfreichem Support, einem Gegenwind gegenüber.
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Welches Abonnementmodell bringt die FTC auf die Palme?
In einem separaten Blogbeitrag hat die FTC die spezifischen Praktiken angeprangert. Sie besagt, dass Adobe seine Kunden auf den jährlichen bezahlten monatlichen Plan lenkt und diesen als voreingestellten Standard anzeigt, während nur die monatlichen Kosten angezeigt werden. Es wird nicht erklärt, dass im ersten Jahr eine „Frühzeitige Kündigungsgebühr“ anfallen kann. Kunden werden 50 Prozent der verbleibenden Zahlungen berechnet.
Die FTC erklärt auch, dass die Benutzer, wenn sie versuchen zu kündigen, durch ein Netz von Bildschirmen und Klicks geleitet werden. Wenn sie sich an einen Kundenservice-Mitarbeiter wenden, gibt es abgebrochene Anrufe, Unterbrechungen und Übertragungen. Jeder, der jemals einen KUNDENSERVICE kontaktiert hat, versteht das.

Die erste Beschwerde erhebt den Vorwurf, dass Adobe-Manager Maninder Sawhney und David Wadhwani das Restore Online Shoppers’ Confidence Act sowie das FTC-Gesetz verletzt haben, indem sie die Bedingungen des Abonnements nicht offengelegt haben, bevor sie Abrechnungsinformationen einholten.
Adobes Antwort auf die Klage
Als Reaktion auf die Klage der FTC hat Adobe sein Engagement bekundet, das Problem zu lösen und Transparenz für seine Kunden zu gewährleisten. Das Unternehmen hat erklärt, dass es eng mit der FTC zusammenarbeiten werde, um die in der Klage geäußerten Bedenken auszuräumen und notwendige Änderungen zur Verbesserung seiner Abonnementpraktiken vorzunehmen.
Das Ergebnis der Klage wird Auswirkungen auf Adobe haben und möglicherweise auch auf die breitere Softwarebranche. Es sollte eine Erinnerung für Unternehmen sein, dass selbst ein Unternehmen wie Adobe für irreführende Abonnementmodelle zur Verantwortung gezogen werden kann.
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